;o2 Acht und zwanzigster Abschnitt.
Zuckerstedereyen, oder unrichtig Zuckerbärckcreyen nennet, zu verschiedenen Arten ge-reinigt.
§. s-
Eine Siederey hat einige grosse kupfer-ne Kessel, welche mit ihrem untern Theilein einem von Backsteinen aufgeführtenHeerd eingemauert sind. Jeder Kessel hatunter sich einen abgesonderten Ofen, und er-hält bey der ersten Läuterung einen kupfer-nen Aufsaß, Vorsatz, Braste, dessen Fngenverschmiert werden, und der nach der Läute-rung wieder weggenommen werden kan. DerHeerd ist mit kupfernen an den Kesseln an»gelötheten Platten dicht bedeckt, wodurchder Staub abgehalten, und der Zucker, deretwa verschüttet wird, in Vertiefungen derDecke gesamlet werden kan. Hinter demHeerde ist ein abgesonderter Rauchfang, undüber dem Heerde ist ein Mantel angebracht,der die aufsteigenden Dämpfe auffängt undabführt. Neben den Kesseln oder Pfannenhat der Heerd eine grosse kupferne Wanne,die der Rlärkessel genant wird.
§. 6 .
Nachdem der rohe Zucker in verschie-dene von Brettern zusammen geschlagene
Häl-