496 Acht und zwanzigster Abschnitt.
und entweder von da, oder von Angola aufder Afrikanischen Küste, durch die Portugie-sen zuerst nach Brasilien, gebracht wordenist, und daß Dcrnpfter sich geirret hat, alser geschrieben, man habe das Zuckerrohr zurerst auf der Pitynsischen Insel Jviza gefun-den. Die Kunst, den Zucker einzusieden, sollerst in der Mitte des fünfzehnten Jahrhun-derts entdeckt seyn- Die Kunst, ihn zu raf-siniren, ist noch viel spater von einem Verncdiger erfunden, der sich dadurch einenReichthum von 100,020 Kronen erworbenbaden soll. Noch gegen Ende des vorigenJahrhunderts war der Zucker in Tentschlandso theuer, daß sich die meisten mit Moscova«de, oder mit Syrnp, oder nach alter Weise,noch mit Honig behalfen. Der Verbrauchist erstaunlich gestiegen, seit dem Kaffee,Thee und Chocolate allgemeine Bedürfnissender Europäer geworden sind. Die ältesteGeschichte des Zuckers habe ich ausführli-cher untersucht in Lommencak. lozze-
tatis 6ottin§. V x. 56.
§. 2 .
Das Zuckerrohr verlangt ein heiffeö Cli-ina, und einen vielmehr feuchten, als trocke-nen Boden. Es wird durch Schnittlingefortgepflanzt, und wenn eö anfängt, gelb,glat und dürre zu werden, abgeschnitten, inBündel gebunden, und so gleich in einerMühle zwischen Walzen ausgepresset.
I. Teutschland kau freylich keinen Zuckerbauen, und die südlichern Theile Europens,
die