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Zuckersiedcrey. §. i.
stcinsäure. Weder das Wasser noch dasOehl, welches beydes bey der Destillationdes Zuckers erhalten wird, sind Bestandthei-le desselben; .sondern bey der stärker» Er-wärmung verbindet sich ein Theil des Säurerstoffes mit einem Theile des Wasserstoffes,und daraus entsteht das Wasser. Ein Theildes Kohlenstoffes verbindet sich mit demWasserstoffe, und so entsteht Oehl. Ein TheilKohlenstoff bleibt als Kohle übrig. Nachdieser Meynung ist also der Zucker nicht sei-senartig, bat auch seinen Geschmack und sei-ne nährende Eigenschaft nicht, wie man bis-her algemein gelehrt hat, von dem mit derSäure verbundenen Ochle Man sehe Gir-tamiers antiphlogist. Chemie, zweyte Aus-gabe S. 335 -
, Unser Zucker war den Griechen und Nbmcrnnicht bekant, sondern stat dessen bedienten siesich zur Wurzung ihrer Speisen und zurArzney, des Honigs. Hernach lernte manein süsses Salz kennen, welches sich von selbstaus einer rohrartigen Pflanze, die viele fürunser heutiges Zuckerrohr halten, erzeugte.Dieses Nohrhonigs, mel srunäinseeum, sollPaulus Aegineta, ums Jahr 625, zuerstgedacht haben. Lange ward es nur zur Ver-fassung der Arzneyen, und zu eingemachtenSachen angewendet. Den ersten Gebrauchsoll der Griechische Medicus, Johann Ak-tuarius, der im raten oder izten Jahrhun-derte gelebt hat, zuerst gewagt haben. Ge-wiß ist es wohl, daß das Zuckerrohr ausAsien zuerst nach Cypern, dann nach Sici-lien, wo es, wenigstens schon ums Jahr1148, stark gcbauet ward, dann auch frühnach Madeira und den Canarischen Inseln,
und