Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
490
Einzelbild herunterladen
 

492 Sieben und zwanzigster Abschnitt.

fen, das Salz trocknen, in kaltem Wasserabwaschen, und wiederum abtrocknen.

i. Die Mutterlauge konte zwar, durch einenneuen Zusatz einer alkalischen Lauge, Mag-nesia, oft auch noch ctmaö Salpeter geben,aber man findet dieß selten der Mühe werth.Gewöhnlich wird sie zur Befeuchtung derErdhaufen angewendet, aber da sie viel Di-gestivsalz und Kochsalz, theils aus der Sal-petercrde, theils aus der Asche bey sich hat,so wird dadurch die künftige Lauge immernoch mehr verunreinigt. S. Srens Chemie2. S. üzz.

§. 9 .

Dieser rohe Salpeter, oder Salpetervom ersten Sude, vorn ersten walsser, istnoch mit Kochsalz, mit unnützer Erde, undmit einem fetten schleimichten Wesen ver-mengt. Um ihn zu läurern, oder zu reini-gen, löset man ihn in Wasser, oder klarerAschenlauge auf, und wenn die Auflösung dieErde abgesetzt hat, kläret man sie ab, läßt sieim Kessel gelinde abdämpfen, filtrirt sie, undbringt sie in schicklichen Gefässen zur zwey-ten Crystallisation.

i. Die Reinigung des Salpeters beruhet vor-nehmlich darauf, daß die Lauge nicht nurSalpeter, sondern auch Kochsalz enthält,und daß letzteres Salz sich nur durch Ab-rauchen, ersteres aber durch Erkalten, cry«stallisirt. Bey der Läuterung hat die Auf-