Salpecersiedercy. §. i. 2. 48s
also als ein Produkt der Fäulung ansehnkan. Dieses verbindet sich gemeiniglich mitKalk, wodurch salpctersaure Kalkerde ent-steht, aus dem erst durch den Ansatz vonAschcnlauge oder Potasche der eigentlicheSalpeter erhalten wird. Also ist zur Ge-winnung desselben nöthig: eine Menge faultbarer Substanzen, so viel Luft und Feuchtig-keit, als die Fäulung fobert. Kalterde zurAufnahme der entstandenen Säure, und soviel Gewächöalkali als zur Zersetzung dersalpetersauren Kalkcrde hinreicht.
Z. Ich vermuthe, daß man zur Zeit des Pli-nius und DioscorideS eben so wenig unsernjetzigen Salpeter, als unsern jetzigen Alaun,gekaut hat, und daß die älteste Nachrichtvon jenem diejenige ist, welche in des Ararberö Geber Schriften vorkömt, als welcherauch bereits Scheidewasser gekant zu habenscheint.
§. 2 .
Die vortheilhafteste Gewinnung bestehtdarin, daß man aus den mit faulbaren Din-gen vermischten Erden, unter einem geräumi-gen Schoppen, der ein dichtes Dach, einenthonichten oder festen Boden, und Klappenhat, und an einem freyen Orte liegt, pyra-midenförmige lockere Haufen anlegt, solchemit Urin oder Mistjauche mässig feucht er-hält, von Zeit zu Zeit durcharbeitet, und aufeine neue Stelle verlegt.
Hh 3
r.