Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
473
Einzelbild herunterladen
 

Salzsiederry. §. 18 . 47Z

durch Pumpen von Arbeitern. Sie soll acht,auch wohl neun Grad halten. Leckhäuserhat man nicht. Ehemals sind zchcn Ko-lben, nachher acht dagewesen, aus denenendlich nur vier geworden sind. Jede Ko»the hat eine Pfanne, und wöchentlich dreyWerke, daß also auf ein Jahr 624 Werkekommen. Jedes Werk giebt im Durchschnit-te sieben Himten Salz, daß also, wenn nicktoft, wegen Beschädigung der Pfannen undwegen anderer unvermeidlicher Zufalle, Kalt-lager wäre, jährlich 4368 Himten oder 728Malter Salz würden erhalten werden. Dieeisernen Pfannen sind ungefährlo Fußlang,6 Fuß breit, aber die Tiefe weis rch nicht.Die Feurunq ist' Holz, welches zu einemWerke, mit dem Fuhrlohn, nur r Thal. 12Mgr. kostet. Man braucht keinen Zusatz,um die Sole znm Schäumen zu bringen;nur bey dem ersten Sieden, wenn man diePfanne vorn Pfannenstein gereinigt hat, setztman daS Eyweiß von einigen Eyern hinzu.Das Salz, welches gleich verkauft wird, istgrobkörnicht, und man behauptet, daß manmit drey Viertel Himten desselben eben soviel, als mit einem Himten Salzhemmen-dorfer Salzes ausrichten könne. Die Men-ge der Interessenten erlaubt keine gute An-stalt; weder Herren noch Pachter haben Lustdie Kosten zur Abhclfung der Fehler, die be-gangen werden, vorzufchieffen. Die Vor-stadt gehört unter die Gerichtsbarkeit desAmts springe, aber die Gerichtsbarkeit überden Salzbrunnen gebärt dem Magistrat zuMünder. -- Diese Nachricht hat Herr Pa-stor Lonerding zu Münder, mir auf meineBitte, im Jahre 177Ü mitzutheilen die Gütegehabt. Neuere Nachrichten melden, daßGg 5 sich