472 Sechsund zwanzigster Abschnitt.
Salz gleich zn verkaufen. In den landes»herlichen Kothen sucht man jedoch das Salzgrobkörnichter zu erhalten; da werden ge-meiniglich aus jedem Werke 8 Körbe, jedervon z Himtcn, also 4 Malter gemacht. Inden Bürgcrkothen wird mitWascn-und Klaf-ter-Holz, aber in den Königlichen mit den sogenanten Osterwalder Brandkohlen gefeuret.Sehr übel ist es, daß die verschiedenen In-teressenten sich nicht zur Erbauung einesGradirwerks entschliessen wollen; also mitder Verschwendung der Feurung so langefortfahren werden, bis die Nachkommenendlich die ganze Nutzung aus Mangel desHolzes werden aufgeben müssen. Salz-decfurt im Stifte Hildeshcim, welches dochauch von Gewerken betrieben wird, hat den-noch jetzt Gradirwerke, und liefert auch einviel besseres Salz.
Die Stadt N?üilder, im Fnrstcntlmm Ca-lenberg, hat in der Vorstadt verschiedeneSalzquelle^, die alle am Fuße des Berges,der Deifter genant, liegen, von denen aberjetzt nur eine genutzt wird. An dieser habenauswärtige Klöster unh adelichc Familiendie meisten Antheile, welche ihre Werke denEinwohnern von Münder, meyerweise, ge»genPacht an Salz, eingegeben haben; doch hatder Magistrat einige Werke ; einige Geistlichebekommen Deputat-Salz. Der Brunnen istmit Holz eingefaßt. Man will bemerkt haben(und die Bemerkung wäre leicht, aber den-noch weis ich nicht, ob sie zuverlässig ge»macht worden), daß drey Adern von derSeite, und eine von unten eindringen, unddaß solche nicht alle von gleichem Gehaltefind. Die Aufforderung der Sole geschieht
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