Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
427
Einzelbild herunterladen
 

potaschesiederey. §. 2. z. 427

Jahrszeit und Witterung möglich, schickt sichzu allen Pflanzen, giebt mehre und bessereAsche, und verhütet Feuergefahr.

1. Es erfodert keine grosse Kunst, auch keinenAufwand, einen solchen Ofen, der allenfalsnur drey Wände haben mag, zu erbauen.Giebt man ihm einen eisernen Rost, so kan manin ununterbrochenem Feuer viel Holz ein-äschern.

2. Im langsamen Feuer, also auch von feuch-tem Holze, erhält man die meiste Asche.Sehr frisches Holz taugt nicht, noch wenigerein sehr vermodertes. Vielleicht wäre nochwohl gar Vortheil dabey, wenn man erstdas Holz verkohlte, und die Kohlen mit Aschebedeckt, allmälig zu Asche werden liesse.

§. Z-

Die Asche der mitländischen Pflanzenenthält das feuerbeständige vegetabilischeLangensalz, dessen Auslaugung und Reini-gung die Beschäftigung der potaschesiedcrist- Ihre Hütte besteht aus der Siederey,der Aschkammer und dem Kalcinirofen. DieGeräte sind: die Aescher, oder Gefässe zumAuslaugen, die Sümpfe, worin die Laugegesamlet wird, Kessel, Pfannen, Schaufeln,Krücken u. d.

§- 4 -

Die Asche wird erst in den Aeschernmit kaltem Wasser eingeweicht, hernach mit

heis-