Rohlenbrennerey. §. i. 41s
Zwischenraumen des Holzes, ohne eigentlichein Bestandtheil desselben zu seyn, aufgc«halten hatte. So besteht denn die frisch ge-braute Kohle noch aus Kohlenstoff, Alkali(Potasche) und Erde; wird sie aber der freyenLuft lang genug ausgesetzt, so niint sie ausdieser Wasser in sich. Wird dann eine solcheKohle angezündet, so wird nicht nur diesesWasser ausgetrieben, sondern cö verbindetsich auch der Sauerstoff der Atmosphäre mitdein Kohlenstoff, und so entsteht kohlcngesäu-ertcs Gas, wobey der Sauerstoff oder dieso genante Lebenslust vermindert wird.Demnach wird in einem eingeschlossenen Rau-me die atmosphärische Luft nicht allein durchden Verlust des Sauerstoffes, sondern auchdurch die entstandene ungeniesbare Luft der-gestalt verschlimmert, daß Thiere nicht darinleben können. Deswegen sagen die Köhleram Harze, die sich vor keinem Gifte mehrals vor Arsenik fürchten, die Kohlen gebeneinen arscnikalischen Dampf. Aber auch diegemeinere Vorstellung vom Kohlendämpfeist ebenfals unrichtig. Irrig meint man,gut ausgeglühete Kohlen seyn unschädlich.Wenn Kohlen, womit ein Feucrbccken gefal-let ist, schon eine Zeitlang geglühet oder ge-braut haben, so schaden sie nur deswegenweniger, weil schon der größte Theil dersel-ben verbrant ist, und nur noch wenige, wel«che brennen und schaden können, übrig sind;daS heißt: weniger schadet weniger.
2. Die vornehmsten Eigenschaften der Holzkoh-len sind: i) in einem völlig verschlossenenGefaffe sind sie mehr als irgend ein andererKörper unveränderlich und feuerbeständig.2) Sie verbrennen beym Zutritte der freyen