Teerschwelerey §. -7. 429
langer liegender Schlott sich in eine breiter-ne, genau verschlossene Kammer endigt, wel-che, in der obern Decke, ein kegelförmigesDach von l.einewcmd oder Wollenzeng hat.Der Ruß, welcher sich theils in der Kam-mer, theils im Dache ansetzt, wird zusammengefegt, und in hölzernen Bütten verkauft.
1. Die größte Menge Kienruß wird in Thü-ringen gebraut, wovon ganze Schifsladun-gen über Bremen nach Holland, und überHamburg nach England gehn. Allein durchHannover sind in drey Sommermonathenauf der Achse gc-ü Zentner gegangen unddaselbst verzollet worden. Von den so ge-nanten Fäßchen, deren roo Stück i Lhlr.bis r-s Thlr. kosten, hält jedes netto nur 2HLoth Ruß; von denen, deren Hundert i-§bis 1^ Thlr. kosten, hat jedes nur 3 Quent-chen ; und eins von denen zu 21 Mgr. nurr Qucnt. Bonden so genanten platten Büt-ten, wovon das Schock ü Mgr. lostet, ent-hält jede nicht mehr als Z Quentchen.
2. Auf eine andere Weise wird in FrankreichKienruß, noir 6 s tumss le^sr, noir 6 s pa-ri;, gemacht. In einem kleinen wohlver-schlosscnen mit Leinwand, oder Papier, oderzur Verminderung der Feuergefahr, mitSchaffellen ausgeschlagenen Zimmer, zündetman den Abgang von allerley Harzen in ei-sernen Pfannen an, und samlet den sich an-heulenden Ruß, der aber lockerer, leichterer,röthlicher und schlechter ist, als der Teutsche,noir ä noircir, noir ä'/LIIemstzne, weil beyletzten» mehr Hitze angebracht wird, wodurch
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