Porzellankunst. §. 8. 9-io. Z67
ben Versuche bewiesen, daß bey dem Backen(§.5.) auch Steinkohlen gebraucht werdenkönnen; aber die Glasur wird leicht davonbeschmutzt.
§. 9 -
Nachdem die Waare genug gebraut wor-den, welches man an den Probestücken er-kennet, und der Ofen abgekühlt und ausge-nommen ist, wird der am Fusse der Porzel-lanstücke angeschmolzene Sand, womit derBoden der Kapsel bestreuet gewesen ist, aufeiner Schleifmühle, die mit der Hand um-getrieben wird, abgeschliffen.
§. >0.
Stücke, welche nicht weiß bleiben sol-len, werden nachher bemalt. Die Farben sindeben diejenigen, welche zur Schmelzmalereydienen. Sie bestehen aus metallischen Kal-ken, die mit einem leichtflüssigen nicht fär-benden Glase zusammen geschmolzen, undentweder von der Wassermühle, oder auf derHandmühle fein zerrieben, und hernach ge-siebt werden. Um sie mit dem Pinsel auf-tragen zu können, reibt man sie mit favendel-öhl, oder altem Spicköhl, oder rectificirtemTerpentinöl)!, oder auch wohl mit Gummi-wasser.
r.