z66 Zwanzigster Abschnitt.
halten, muß dergestalt eingerichtet seyn, daßer den erfoderlichen hohen Grad der Hiße,ohne Geblase, lang genug leistet, und dochauch geräumig genug ist, eine Menge Waa-re mit den Kapseln auf einmal zu fassen.Die vortheilhaftesten Oefen sind diejenigen,welche in ihrem ganzen Gewölbe ein voll-kommen gleiches Feuer haben könne».
i. Der Ofen soll in Teutschland ein Parallel-cpipeduin seyn. Der obere Theil ist miteinem Gewölbe geschlossen, und enthält dieWaare. Der Heerd, wo das Feuer unter-halten wird, ist auswendig an der schmalenSeite des Ofens, dem Schlote oder Schorn-steine gegen über, welcher sich also an der an-dern schmalen Seite befindet. Die Flammeschlagt durch verschiedene zu diesem Zweckeangebrachte Oefnungen, in die Kammer, lauftin derselben um, und nimt ihren Ausgangdurch den hohen Schlot. Der Heerd und dieKammer müssen ganz aus feuerfesten Stei-nen, die deswegen aus der Porzellanmassegebacken sind, aufgeführt werden. Der Rost,auf welchem das Feuer brennet, besteht auseben solchen Lrteinen; denn Eisen würde zer-schmelzen und färben. Das ganze Gebäu-de bekömt einen dicken Mantel aus gemei-nen Steinen, aus denen auch der ganze ün-tere Theil aufgeführt ist.
§. 8 -
Zur Feurung dient wohl gedörretes Holz,welches leicht Flamme fangt. Inzwischen ha-ben