Porzellankunst. §. z.
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mit Regeuwasser zu einem Teige gemacht, solang stehen, bis sie einen unangenehmen Ge-ruch, eine graue Farbe, und reigarrige Wei-che angenommen hat.
1. Gemeiniglich nimt man zu der Fritte auchkleingcsiampfte und gesiebte «Scherben von zer-brochenem Porzellan. Die Verhältniß derTheile kan nicht in allen Manufacturen einer-ley seyn, und wenn die Oefen nicht allenthal-ben gleiche Hitze haben, so nimt man zu derWaare weniger oder mehr Gyps, nach derHitze des Platzes, den die Stücke im Ofeneinnehmen sollen, wodurch aber die Arbeit sehrerschwehrt, und die Waare ungleich wird.
2. Wenigstens viele, wo nicht alle Manufactu-ren, halten die Beitze für nothwendig, undfür ein grosses Geheimniß. Es entsteht dabeyein Geruch nach faulenden Eyern, der ver-muthlich von der Schwefelleber herrührt,die durch die Zerstöhrung des Gypscö cnt,steht.
Z. Die Porzellanmanufactur bey Kassel hatteeine Wassermühle, deren Welle in der poch-kammcr stampfen hob, und ausser derPochkammer ein Stirnrad hatte, welches inein horizontal liegendes Kamrad eingriff.An diesem Kanirade war unmittelbar einhorizontales Stirnrad dergestalt befestigt,daß der Kranz des lctztern auf dem er-stem rührte, und beyde Räder also einegemeinschaftliche Welle hatten. Das Stirn-rad setzte sechs Getriebe in Bewegung, de-ren Spillen jede einen Läufer über einemBodensiein umtrieb. Diese sechs kleinen
Müh-