Porzellankunst §. 2.
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§. 2 .
Die Bestandtheile sind reine unschmelzba-re Kiesel, vornehmlich O.uarz und Sand, et-was Gyps, vorzüglich die reinen krystallisie-ren Arten, doch allenfals auch Alabaster, undreiner, magerer, sich ganz weiß brennenderThon, welcher der ganzen Mischung die Fä-higkeit, sich formen zu lassen, giebt.
1. Reiner, zumal ganz wcisser magerer Thonschmilzt auch nicht in dem heftigsten Feuer,worin Kalk, Kreite und Gyps zum feinstenFlusse kommen; eben so wenig die reineSandcrde; eben so wenig auch jede Vermi-schung aus solchem Thone und solchem San-de. Nur erst alsdann, wenn jener oder dieser zugleichen Theilen entweder mit Kalk oder Gypsvermischt, oder wenn mehr Gyps als Thonoder wand genommen wird, ersolgteinewah-re Verglasung. Also eine geringe MengeGyps wird diese noch nicht bewnrkcn, wohlaber dasjenige hervorbringen, was das Por-zellan von Topferwaare und Glas gleich weitentfernt. Wenig Kalk würde die selbigeWürkung leisten, aber er wurde die Masseblasig machen, welches man da erfahrt, woman keinen kalkfreyen Thon haben kan.
2 . Der sächsische Porzellanthon von der bestenArt, ist völlig weiß, leicht zerreiblich, mager,hat viele glimmerartige Thcilchen, und brau-set nicht; wenigstens gilt dieß von der zuver-lässigsten Probe, die ich in meiner Samlunghabe. Der Flötz dieses ThonS ist bey dem Berg-städtchen Aue imErzgebürgc. Terra porcella-nea Lrsnst. S. 8Z- Kr^ista xorcellana stNir.
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