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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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Zwanzigster Abschnitt.

wesen. Seit dem Jahre 1769 heißt die Ma-nufaktur zu Seves, nahe bey St. Lloud,eine königliche Porzellanmanufactnr, und nunfangen die Franzosen bereits an, sich und denAusländern einzubilden, erst sie hatten daswahre, wenigstens das vollkommenste Porzel-lan gemacht, da doch noch das ihrige, in ei-ner Berliner Kaffeetasse, zu einem grünen Gla-se geschmolzen werden kan. Das Lob mußman den Franzosen lassen, daß sie offenherziggenug gewesen sind, ihre eingesamleten Kcnt-nissen öffentlich zu lehren. In Italien sind diebestenManufacturen zu Floren; und Neapel.Die Engländer machen nur noch halb vergla-seteGcfässe, nennen solche ihr Porzellan, undschätzen ihr cheltea clnna dem Dresdner gleich.Die ersten Versuche in England sind, am En-de des vorigen Jahrhunderts, von einem na-mens Dwight gemacht worden. Von denBemühungen der Holländer Porzellan zumachen, sehe man Physik, ökon. Bibiioth.XVlII. S. Zlo; und von der KopenhagenerManufactur eben daselbst S. 49z. Letzteresteht unter der Dircction des Hrn. Etats-raths Müller, und liefert vorzüglich guteWaare.

4. Porzellan ist ein in Europa gemachter Na-men. Die Schnecken, welche E^praeae heis-scn, werden von den Italienern llorcells ge-nant, weil sie so in einander gewunden sind,wie sich die Kellerassel, porcelli oder porcel-letri, zusammen zu winden pflegen. Nachhernanten sie die Löpfcrwaare, welche wegenihrer Glasur den Porzellanschnecken glei-chet, Porcellans.

§- 2 .