Porzellankunst. §. r. Zs9
zuLudwigöbuxg im Würtenbcrgischen wardim Jahre ,758 angelegt, und der Krieg, derden Sächsischen Porzellanhandel stöhrte, ver-schalte ihr Anfangs den Absatz nach Holland.Was aber jetzt ausser Lande geht, geht nurnachher Schweitz. Ein grosser Fehler ist, daßsie in einer waldlosen Gegend angelegt ist,und daß auch die Materialien aus der Fer-ne herbey gehöhlt werden müssen. Der Thonwird bey Hornberg gegraben. Bey demstärksten Betrieb war der jährliche Verbrauchdes Holzes rzoo Meß, der aber nun auf dieHälfte gefallen ist. Ein Meß ist 144 Wür-tembergische Cubikschnh. Aon Errichtungder Manufactur zu Höchst im Maynzischen,habe ich keine Nachricht erhalten können. Ih-re Waare findet vielen Beyfall- Von der Ma-nufaktur zu Bruckbcrg im Fürstenthum Ans-bach weis ich nur das Jahr der Errichtung1767, welches ich auf einer Denkmünze fin-de, deren eine Veite das Bildniß des HerrnMarkgrafen, die andere das schöne Manu-factnrgcbande hat. In Lasse! errichtete derGeheime Etats Minister Waitz von Escheneine Manufaktur; weil man aber die einhei-mischen Thonarten nicht vorher untersuchthatte, so mnste man die Erde aus Passau undHöchst kommen lassen. Sie ist auch baldwieder eingegangen. Die Franzosen habensehr lange zu St. Lloud glasartige Gerä-the gemacht, solche nach Art des Porzellansbemalet, und für Porzellan ausgeschrieben,bis ihnen selbst endlich diese Pralerey lä-cherlich ward. Nach Aeaumuv sind der GrafLaurcrguais, die Herren Guettard, Mon-tamy, Macquer, Montigny, vornehmlichaber N 7 illy, der seine Kunst in Tentschlanderlernt hat, in der Nachamung glücklicher ge-A 4 we-