Zs6 Zwanzigster Abschnitt.
„surt vorgelegt, welche genügsame Anzeigung„geben, daß aus denen in unsern Landen be-„findlichen Materialien ein dem Ostindischcn„Porzellan, so wohl an Durchsichtigkeit, als„andern dabey erfordertenEigenschaftcn gleich„kommendes Gefasse tonne und möge fabricirt„werden, auch wohl zu vermuthen ist, daß in„Ankunft bey rechter Einrichtung und Leran-„staltung dergleichen weißes Porzellan, wie„bereits bey dem rothen erweislich gemacht„worden, das Indianische an Schönheit und„Tugend, noch mehr aber an allerhand Fa-„conö, auch grossen und massiven Stücken,„als Statuen, Columnen, Servicen», d.we-t„übergehen möchte,,. — — Diese teutscheErfindung machte ganz Europa eifersüchtig.Holländer oder Engländer liessen die Materia-lien aus China kommen, um wenigstens dar-aus selbst Porzellan zumachen. AuchdicFran-zosen verschrieben daher Materialien, undbrauchtenJesuiten zu Kundschaftern; aber ver-gebens. Hr. von Eschirnhausen, auch einTeutscher, der im Jahre 1708 starb, erfandselbst eine Bereitung des Porzellans, die ver-muthlich von der Bötticherschen nichtwesent-lich verschieden war; er offenbarte sie zu Pa-ris dem Hombcrg, aber mit beyden verstarbdieKunst. Sachsen wendete alle mögliche Mit-tel an, die seinige geheim zu halten. Im Jahre1745 und öfterer ward auch die Ausfuhr dertveissen Erde, erst bey Geldstrafe, hernachbeym Strange, öffentlich verbothen. Jetztverschaffen sich Reisende leicht die schriftlicheErlaubniß alles zu brsehn, sehn aber dennochnur, was ohnehin bekant genug ist; nicht dieEinrichtung der Ocfen, nicht die Drehscheibeu. s. w- Gleichwohl hat die Meisnischc Ma-nufaktur, diese Spröde, heimlich eine Menge
Loch-