Porzellankunst §. i.
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rother Farbe aus einem braunen Thone, dersich bey Meiffen findet, und vennutblich dervon Ockrilla seyn wird. Dergleichen machteman noch bis gegen das Jahr 17^0, hernachaber nicht mehr, weil das weisse, welcheszuerst 1709 gemacht ward, schöner ausfiel, zu-mal da das braune sich nicht recht ausschlcifcnließ, und leicht von dem, was es einhielt,einen Geschmack annahm. Im Jahre 1710ward die Fabrike zu Meisten auf dem Chur-fürstl. Schlosse, die Albrcchtoburg genant,angelegt, und in der Ostermesse desselbigcnJahrs ward das Porzellan zum erstenmal öf-fentlich verkauft; dennoch kam alles erst nachBöttichers Tode vollkommen zu Stande. Erstarb im I. 1719. d. 14 März, nachdem er vorher vom Könige August II, als dem Reichövi-cariuö, in den Reichsfreyherrn- Stand erho-ben war. Das erste Mandat, worin der Por-zellanmanufactur gedacht worden, istvomszJan. 1710. Hier sind die eigenen Worte:"Der Höchste hat uns so weit geseegnet, daß„aus dencnin unsern Landen häufig und über,„flüssig befindlichen Materialien uns nicht al-„lein eine Art rother Gefasse, so die India-nischen von so genanter terrs st^illsta gemachr„ten weit übertreffen, nicht weniger allerhand„besonders colorirte, auch von diversen Far-„ben künstlich melirte Geschirr und Tafeln,„welche insgesamt nebst ihrerAärtlichkeit von„so ungemeiner Härte sind, daß sie sich gleich„dem Jaspis und Porphyr schleifen, schnei-„den und poliren lassen, auch übrigens alle„andere Eigenschaften besitzen, welche von der-gleichen Indianischen Gefässen können und„mögen gesagt werden; nicht minder sie auch„bereits ziemliche Probstücke von dem weis-„sen Porzellan, sowohl glasurt, als unvergla-Z r «surt