z. Sämischgerberey. §. rr. 22. 297
z. Sämischgerberey.
amischgerberey heißt die Zubereitung
der Lederarten durch das Walken mitFett, ohne Lohe und Alaun. Kalb - und Ham-melfelle, die Häute der Rehe, Hirsche, derElendthiere, auch Ochsenhäute, werden dazuvorzüglich angewendet.
Diesen Lederarten wird gemeiniglich dieNarbe abgenommen, theils um sie desto bes-ser mit Oehle tranken, und sie biegsamer ma-chen zu können, theils weil sie zu Kleidungs-stücken auf der Narbenseite getragen werden.Deswegen werden sie, wenn sie, wie die Le-der der Weißgerber (§. i F.), aus dem Kalk-äscher kommen, auf dem Abstoßbaume mitdem Abstoßeisen abgestoßen, mit dem Be-schncideelsen ausgeputzt, verglichen, wiederin den Kalkascher gebracht, abgeschabt, ab-gespühlt, in der Kleybeiße mit der Stoßkeu-le gestoßen und ausgewunden.
Zum Walken in der Mühle werden dieLeder mit gutem Thran eingeschmiert; zwi-
§. 22.
§- 2Z.
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