L96 Vierzehnter Abschnitt.
aber an einigen Orten noch mehrere Werk-zeuge, die an andern nicht bekant sind.
S. Die Absicht dieser letzten Arbeiten ist, dieLeder, welche in der Alaunbrühe etwas sprö-de geworden sind, biegsamer zu machen, undsie von allen Falten und Brüchen zu bcfreyen.
Z. Die Weißgerber müssen sich solcher Gefäs-se, die aus Tannenholz gemacht sind, bedie-nen, damit sich die Leder nicht färben.
4. Seit der Mitte des sechszehnten Jahrhun-derts bereitet man in Frankreich, aus aller-ley Häuten, vornehmlich aber aus starkenOchsenhäuten, ein Leder, welches Ungari-sches Leder, und in Tcutschland Aiaunle-der genant wird. Es kömt nicht in denKalkäschcr, sondern wird mit Alaun einge-weicht, mit Händen und Füssen gewaltet,und in einem beissen Zimmer über Kohlenmit Talg gctränket. Diese schnelle Berei-tung giebt ein sehr dauerhaftes Leder, wel-ches vornehmlich von Riemern und Satlernverarbeitet wird. Sie ist in Teutschland nichtunbekant, aber man ist meistens von dem dersien Verfahren gar zu weit abgewichen.
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