2. weißgerberey. §. 18. 19- 20. 295
äschcr nehmen, und sie zum Abtröpfeln auf-heulen.
2. Auf den Abstoßbanm wird ein Decker Le-der auf einmal gelegt, und man hebt einsnach dem andern ab, wenn es abgeflossen ist.Jene beym Lcdcrhandel übliche Benennungbedeutet so viel als zehn Stück, und scheintvon vecuria entstanden zu seyn.
§> ' 9 -
Die Blossen werden verglichen, das ist,ihrer unnützen Endstücke entledigt; durchwiederholtes Streichen und Einweichen, unddurch das Walken mit der Sroßkeuie völliggereinigt; in die Kleybeihe zum Gähreugebracht, hernach mit der Mlndestange auS-gewunden, und so gleich in die Alaunbrühegesteckt, durch deren siyprische Kraft die Fa-serchen zusammen gezogen und verdichtetwerden.
§. 20.
Die letzte Zurichtung besteht darin, daßdie abgetrockneten Häute wieder angefeuch-tet und gestoller; wieder getrocknet, und amStreich schrägen mit der Streiche gestri-chen werden.
1. Die Stolle, so wohl als die Streiche, isteine eiserne Scheibe mit einem zwar schar-fen, aber nicht schneidenden Rande. Jeneist senkrecht auf einem Gestelle befestigt; letz-tere wird mit der Hand geführt. Man hatL 4 aber