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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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i. Lohgerberey. §. io. n. 28s

beträchtlich ist der daher entstehende Unter-schied. Einige nehmen Thran und Talg, an- ^dere das aus Knochen geschmolzene Fett,andere das niederwärts destillirte Oehl auS,einigen Baumrinden und Pflanzen, andereausgepreisetes Oehl, andere das Oehl, wasbey dem Theerschwelen aufgefangen wird.Die Französischen Gerber brauchen auch einOehl, was aus den Sardellen geprestet wird,denen es sonst schaden würde, und in Eng-land bedient man sich auch, wie ich zu ver-muthen Anlaß habe, des Oehls, was beymAbbrennen der Steinkohlen erhalten wird.

2. In England weis man das Leder zu denSchäften der Stiefeln durch Walken so ela-stisch zu bereiten, daß es sich, wie ein Strumpf,nach dem Fusse zieht. Mit diesen schon zu-geschnittenen Lchäftcn, an welchen nichts alsder Schuh fehlt, wird ein sehr einträglicherHandel getrieben. Man nennet sie Nwttz.Inzwischen werden sie nun schon sehr gut inBerlin, auch in unserer Nachbarschaft zuNorthcim verfertigt, wo das Paar 2 Thal.kostet.

§. n.

Kalbleder, welches lohgar gemacht wer-den soll, wird nur in einer Manne mit dersauren Brühe getrieben, und gemeiniglichgleich mit Eisenschwarze, die mit demScbwarzwisch aufgetragen wird, schwarzgefärbt. Schaafhaute, die lohgar oderbraun gemacht werden sollen, werden so vor-sichtig auf der Fleischseite eingekalket, daß dieWolle nuhbar bleibt.