284 Vierzehnter Abschnitt.
I. Um entweder eine geistige oder saure Gäh-rung in den Häuten hervorzubringen, bedientman sich verschiedener Materialien ; z. B. derGerste in England, des Roggens in Sie-benbürgen, des Habermehls in Rusland,der Kleyen in Frankreich, des Honigsund der Feigen in der Levante, des Tauben-und Hühnerkvthö in England, des Hunde-koths, e^IKum AeLLLllm, in der Levante undin Frankreich beym Saffian.
L. Der Kalk leistet bey den Gcrbereyen mannig-faltigen Nutzen. Er kan, nachdem er ange-wendet wird, Fanlnng erregen und aufhalten.Er reinigt die Haute vom nbermassigen Fet-te, und schleimichten Wesen; er trocknet sieaus, und macht sie weisscr.
§. io.
Schmalleder oder Fahlledcr wird,nach dieser Bearbeitung, mit Thran undTalg eingeschmiert, mit den Füssen gewal-tet, gebrochen, auf dem Falzbocke mit demLalzeisen gefalzet, das ist, dünner geschabt;wenn es Narben haben soll, mit demAris-pelholze gekrispelc; wenn es glatt seyn soll,pancoffelt, in dem Schlichrrahm mit derSchiichtzange ausgedehnt, und mit demSchlichrmonde geschlichtet. Noch glätte-res Leder wird mit der platstoßkugel undder Blankftoßkugel, theils auf der Tafel,theils auf dem Blankstoßbocke bearbeitet.
i. Nicht an allen Orten schmiert man die Le-derarten mit einerley Fett ein, und nicht un-
be-