Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
267
Einzelbild herunterladen
 

Tobackspinnerey. §. s. 267

^klis dem Seile und Tuche wieder heraus ge-nommen, und dagegen mit Bindfaden um-wunden oder fiselllrr.

1. Diese Kunstwörter sind aus dem Französi-schen angenommen; das eine ist, wegen derAchnlichkeit mit der Wurzel dieses Namens,aus (Trottes, das andere anS ticeller, stcels^e,entstanden.

r. Der Karottcnzug ist ein Gestell, an dem derFaden fest um die Karotte» angezogen wer-den kan, sowohl um diesen die erste Bildungund Festigkeit zu geben, als auch um sie der-nach fiselliren zu können. In Wccnde warddas Seil an r. Wände befestigt, und nichtmit einer Winde, sondern mit einem Klobenangezogen. Ein Arbeiter legte die Blätterauf einem groben leinenen Tuche zu recht;ein anderer zog die Karotten ; aufsolche Wei-se wurden in einem Tage 60 grosse Karotten ge-zogen, welche einige Tage nachbernoch einTnalstärker grschnüret, u. alsdann fisellirt wurden.

Z. Einige z. B. die Franzosen, spinnen auch denSchnupftoback. Das gesponnene Seil win-den sie zu einer Rolle, die sie unter einePresse bringen. Die gcprcssctcn Rolle» zer-schneiden sie in gleich grosse Enden, legen sol-che einzeln zwischen zwo Formen oder halbeRöhren. Solcher Formen bringen sie viel aufeinmal unter eine grosse Presse, welche, „achArt der Tuchpreffe, mit einem Hebel getrie-ben wird. Erst nachher werden diese wal-zenförmige Karotten, ohne Karottcnzug,durch Hülfe einer hölzcrnenNadel, mit Garnumwunden oder fisellirt, und zuletzt an bey-den Enden mit einem Messer abgestutzt, odergleich gemacht.

q-