266 Dreizehnter Abschnitt.
2. Ein anderes, eben so gebräuchliches Werk.zeug, besteht in einer Rolle, die mit ihrerSpindel in einem eisernen Reifen hängt.Dieser ist an zwo entgegengesetzten Stellenin zween Zapfen verlängert, wovon der eineauf einem am Ende des Werktisches ange-brachten Zapfenlager, der andere aber aufeinem vor dem Tische stehenden Bocke auf-liegt. Jener ist hohl, und laßt daö Endedes bereits gesponnenen, und auf die mit ei-nem Spcrkegel versehene Rolle, gewundenenSeils durch; dieser aber hat vor dem Bockedie Kurbel, durch welche ein Knabe dieseSpinmühle in Bewegung setzt.
z. Ehe diese Mühle betaut ward, bediente mansich einer Handmühle, die einem Trillingeglich. Die vordere Scheibe war mit Zah-nen oder Zapfen, nach Art eines Stirnra-des, besetzt, und grösser als die hintcreSchci»be, womit sie durch Triebstöcke verbundenwar. Dieses Werkzeug verlangte nur einenArbeiter, aber es gab keine sehr feste Rollen.Jetzt muß ein geübter Spinner täglich ißZentner Toback spinnen. .
§- 5 -
Die zum Schnupfrobackbesiimten undmeistens von der Brühe noch triefendenBlätter, werden dergestalt in einem leinenenTuche zusammen gelegt, durch Hülfe desRarotrenzugs zusammen gepreffet, und miteinem Seile umschnüret, daß ein spindelför-miger Körper, den mau eine Karotte nen-net, entsteht. Die Karotten werden hernach, aus