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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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2 i6 Neunter Abschnitt.

§. 8 .

Die feinsten Oblaten, so wohl die firZuritten Rirchcnoblaten, als auch dieglatten Mund, oder Brlesoblaten, un-gleichen die Taseioblacen der Conditor,werden aus einem dünnen Teige vonStärke und Wasser, in Formen gebacken,und erstere mit einem Srecheisen ausgesto-chen. Zn den meisten wird jedoch nur feinesMehl genommen.

I. Man glaubt gemeiniglich, der Gebrauch desPuders sey mit den Paruekcn zugleich auf-gekommen, und dieß veranlasset mich, hiereinen kleinen Beytrag zur Geschichte der Eu-ropäischen Moden einzuschalten, ohne dafürden geringsten Dank von dem zn verlangen,der dergleichen Nachrichten für unwichtighalt. Nicht selten werden, bey nicht nähe-rer Veranlassung, gelehrte Rechcrches bey-gebracht, die der Welt nichts mehr nützen,als folgende, und die dennoch nicht ohneBeyfall bleiben. Falscher oder fremderHaare bedienten sich bereits Griechen undRömer, auch hatten sie eine Art Puder.Schon Annibal trug falsches Haar. Lam-pridius beschreibt die Parucke des KaysersCommodus, die mit Goldstanb gepudert,und mit wohlriechenden Salben beschmiertwar, damit der Staub darauf haften möch-te. Nicht unwahrscheinlich ist es, daß schondamals nicht blos eitle Pracht, sondern einethätigere Galanterie, so klein sie auch inVergleichung der neuern Zeiten gewesen seynmag, diese Erfindung des falschen Haaresveranlasset hat. Man lese die gelehrten

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