Brameweinbrennerey. §.4. 19z
meisten Krankheiten, und als ein Mittel,schön und jung zu bleiben. So hat manes auch mit dem Thee und Koffee gemacht,und dadurch die Leute an diese Getränke der»gestalt gewöhnt, daß sie solche endlich ausWohlschmack täglich getrunken haben. Indes Erzstifts Lölln Reformation aus demersten Viertel des lüten Jahrhunderts, kömter noch nicht vor, ungeachtet er daselbst hät-te genant werden müssen, wenn er damalsschon in Westphalc» gebräuchlich gewesenmäre. Landgraf Wilhelm H verordnete inden ersten Jahren des sechszehnten Jahr-hunderts: „Wer gebrauten Wyn feyl hait„sal nymands gestatten zechenns jn synem„Husse. es sey heilig aber Werktag. Von,„der den gebrauten wynen vß synem husse„verkeussen. — Vf die Heilgen Tage wollenn„wir vnd gebiethen das nymandts gcbranr„ten wynn vor den kyrchen feyl habenn sollby vertust synes gebrauten wyns„. — ImJahre 1524 verboth Landgraf Philipp,Brandtenweynn zu schenken und zu verkau-fen. In der Mitte aber desselben Jahrhun-derts, als Baccius die Geschichte des WeinSschrieb, ward er in Italien allenthalben un-ter dem Namen vitis oder vicse ver-
kauft. Unter König Erich XIV kam ernach Schweden, und in einem Eftracte derBrüche aus dem Limts-Negister des HanseöZelle vom Jahre 1578, finde ich: HansMüller und Hans Günter haben ange-fangen Brantewein zu brennen und zuschenken, wider unsers G F. Ordnung.Lange Zeit braute man dieses Getränk nuraus verdorbenem Weine, hernach aus Wein-und Bierhäfen, und als man stat dessen,Roggen, Weitzen und Gerste nahm, sah manN - sol-