Essigbraucrey. §. l.2.
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den. Also wird bey der Essiggahrung keineLuft ausgeschieden, sondern aus der atmo-pl,arischen Luft, ohne welche der Essig nichtentstehen'kan, wird Sauerstoff eingebogen,so daß die Lebenslust über dem Weine ver-schwindet, und nur derjenige Theil der Luft,welcher Stickgaö, Azote, heißt, übrig bleibt,wodurch denn die Luft in einem eingeschlos-senen Raume allerdings auch, aber auf eineandere Weise als bey der Wcingährung, ver-schlimmert wird und gefährlich werden kan.S. Girtauner Anfangsgründe derantiphlo-gistischen Chemie. Zweyte Ausgabe L>. Z42.
2- Nur vom Diercssig ist hier die Rede, nichtvom Weinessig, auch nicht vom Eideressig,der aus Aepfeln und andern Obstarten be-reitet wird.
I. Auch aus volkommenem Biere kan manEssig machen, wenn man nämlich, durcheingeworfene glühende Kohlen, die Bitter-keit des Hopfens vertreibt, es einkocht,und es durch ein Ferment zur Säurungbringt. Aber selten ist dieser Essig demje-nigen in der Güte gleich, den man vorsch-lich brauet.
§. 2 .
Alle Materialien, ausser dem Hopfen,alle Geräthschafcen und Gebäude, welchezum Bierbrauen gebraucht werden, sind auchhier nöthig. Das Getreide wird auf gleicheWeise gemalzet, geschroten, gemaischt, ge-kocht, und die durch das Stellfaß abgeklärte