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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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Vierter Abschnitt.

gelassen werden können, gesetzt und ange-schroben, wodurch die beyden Formen dasZeug sehr fest zusaniiyen pressen. In deruntern Forme sind Kanäle, von denen einigeallein zu den Ausschnitten oder vertieftenStellen gehn, welche z. B. roth werdensollen; andere gehen zu andern Stellen, de-nen eine andere Farbe bestimt ist. An dieMündungen dieser Kanäle, steckt man eineaufwärts gebogene Röhre, welche sich in derHöhe von ein Paar Schuh in einem Trichterendigt. In diesen gießt man z. B. die ro-the Farbebrühe, die durch den Druck mitGewalt in die Formkanäle und durch diesezu den vertieften Stellen, und von da durchdas Zeug bis zur obern Form dringt, dadann die erhabenen Theile der Formen ver-hindern, daß sich die Farbe im Zeuge nichtweiter, als die Zeichnung verlangt, verbrei-ten kan. Wenn man merkt, daß die Farbe-brühe an alle gehörige Stellen gekommen ist,und solche durchdrungen hat, läßt man siezur Seite wieder aus Kanälen der öbernForm ablaufen ; jedoch fährt man noch lan-ge mit Nachgießung der Brühe fort, die denngleich wieder aus der andern geofneten Mün-dung der Kanäle abzulaufen fortfährt. Aufgleiche Weife gießt man denn auch die grüneund noch andere Färbcbrühcn in ihrejKanäle,wenn die Formen aufmehrereFarben cingerich«tet sind. Die Pigmente sind wohl dicselbigcn,welche unsere Schönfärber brauchen. Die größ-te Kunst ist die Einrichtung der Kanäle, welcheich nicht gesehen habe. Es ist demnach falsch,daß die Farbebrühe in Ausschnitte der öbernForm gegossen werde; wie wohl einige, wel-che die Kunst nicht ganz errathen hatten,solches zu ihrem Schaden versucht haben.

Die