wollenfärberey. §. 12.
geblieben sind, mit Carmin roth zu ma-chen. Inzwischen hat man auch jetzt Schar-lach, der durch und durch gefärbt ist.
Z. Schon seit vielen Jahren werden in Eng-land Tücher auf beyden Seiten verschiedent-lich gefärbt, so daß z. B. die eine Seiteroth, die andere blau wird. Vermuthlichwird jede Farbe auf das in einem Ramenausgebaute Tuch mit einem Pinsel oder ei-ner Bürste aufgetragen, wenn vorher die an-dere Seite mit einem Mehlkleister überzogenworden.
§- 12 .
Zur Wollenfärberey muß man auch dieso genante woUendruckerey, oder die Fär-berei) des so genanten gedruckten oder türki-schen oder englischen Flanels oder Golgasrechnen, wodurch das Zeug entweder einfär-bige oder bunte Zeichnungen, welche nichtaufgedruckt, sondern durchgedrungen undauf beyden Seilen recht sind, erhält.
i. Seit einigen Jahren haben die Herren Da-mcral und Grcve zu Ostcrode am Harze ei-ne solche Drnckerey angelegt, die sie mir zubesehen erlaubt haben. Auf einem ausge-mauerten Tische liegt eine dicke geschnitztehölzerne Form, auf welche das angefeuchteteZeug geschichtet wird. Auf dieses wird dieandere Form, welche der untern völlig gleichist, verkehrt gelegt, so daß die Zeichnungengenau auf einander passen. Auf die ödereForm werden viele Gewichte, die durch Win-den oder Flaschenzüge herauf und herunterÄ 3 se^