Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

Dritter Abschnitt.

114

liehren. Von H. Hofapothek. Meyer inStettin weis ich, daß die dortigen Hutma-cher auö abgenutzten, ausgezupften schwarrzen Seidcnzeugen Hüte zu machen wissen,welche gut in die Augen fallen, aber nichtdauerhaft sind.

§- 7 -

Nach dem Färben wird der Hut gewa-schen, getrocknet, mit Leim und Hausenbla-sen gesteifer, über einer heissen Kupfertafelemgedunster, gebürstet, mit etwas Oehl undGummiwasser geglanzet, gebügelt, gefüttertund aufgestützt.

I. Zum Steifen der Hüte dient auch derSchleim verschiedener Samen, z. B. vonLeinsamen, Quittenkörnern und Flohsamen,167, der meistens auö demsüdlichen Frankreich in unsere Officinen kömt.Aber die geschicktesten Meister brauchen we»der Gummi, noch Oehl, weil sonst die Hütegar zu sehr durch Nässe und Staub verdor-ben werden. -

3. In den Annalen der Märkischen ökonom.Geselsch. zu Potsdam. I. S. üü. liefet manden Vorschlag eines Hutmachers, daö Ein-dünsten auf der durchlöcherten Bedeckung ei-nes Kessels, worin Wasser siedet, vorzuneh-men.

z. Der älteste Filzhut, von dem man Nach-richt hat, ist der, den Rarl VII, König vonFrankreich, im Jahre 1449. beym Einzügein Rouen, trug. bin ckspesu äs bievro,

staub-