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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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io8 Dritte»: Abschnitt.

§. 2 .

Um die Haare zum Filzen fähig zu ma-chen, beirzer man die Felle mit geschwächtemScheidewasser, crocknet sie, und merjsselt dieHaare mit dem Schneideeisen herunter.

I. Diese Würkung der Säure auf die Haareist noch nicht genau untersucht worden; gleich-wohl war sie den Alten schon bekant. pliniussagt: l.gnse Lc per le cosctam vestem taciunr,öc li sääatur scetum, etianr tsrro reliliunt.Monge meint, die Haare erhielten dadurch,daß sie nur auf einer Veite mit der Saurelbenatzt würden, die Fähigkeit sich zu krüm-men oder aufzurollen, welche die Wolle auchohne diese Vorbereitung hätte. Aber dieseerfolgt doch auch, wenn die Haare mit derSaure völlig durchnätzt sind.

2- Jeder Hutmacher schwächet das Scheidewas-ser nach seiner Weise, und nent dann die Veitzeein Geheimniß. Die es recht gutzumachenglauben, pflegen eine Unze Quecksilber in einemPfunde Schcidewasser aufzulösen; dadurchwird dieses freylich kaustischer und würksa-mcr, aber auch die Arbeit gefährlicher, diemit der Zeit Gliederschmerzen und Lähmun-gen verursachen muß. Im Jahre 1774 klag-ten die Lehrlinge in Paris darüber, und alsDie Polizey die Sache durch Chemiker unter-suchen lies, fanden diese, daß das Haar, wasi)oo Personen in einem Jahre scheren, fachen«nd walken, 60 Zentner Quecksilber - Salzenthalte.

g. Die gebeitztcn Felle trocknet man gemeinig-lich in Backöfen oder in kleinen Kammern,die man mit Kohlen erwärmet, weil aber die

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