Hurmacherey. §. 2. z. 109
sauren Dünste der Schwärze der gefärbtenHüte, die cbenfals in dieser Kammer getrock-net werden, schaden, so trocknete einer unse-rer geschicktesten Hntmachcr, H. Malpel,erstere im Ofen unter dem Walkkessel, dener zu dem Ende, gleich nach d^m Walke»,von Kohlen und Asche reinigen lies.
q. Die enthaarten unbeschädigten Felle werdenvon Taschnern, Schuhmachern, L-iebma-chcrn; die beschädigten oder zerschnittenenvon Leimkochern genutzt.
5 . Die Franzosen sagen, ihre Hutmacher hättendie Beitzeerfunden; nach der thörichten Ver«jagung der Ketzer, sey sie den Engländernbekant geworden; darauf hätten die Fran-zösischen Hutmacher das Geheimniß ganzverlohren, bis einer von ihnen, namens N7a»thieu, im Anfange dieses Jahrhunderts, eswieder in England erlernt, und wieder inParis für Geld bekant gemacht hätte. Aberdergleichen Behauptungen erlauben sich dieFranzosen bey vielen Erfindungen der Eng-länder.
§. 3»
Die gebeißten und abgeschnittenen Haa-re werden sortiret, nach gehöriger Vermi-schung geschlagen, karrerscher, zu Hüten abge-wogen,undmit demFachbogen völlig gemischt,zerfäsert oder gefacher.
I. Der Fachbogen ist keine Europäische Er-findung ; denn in China und in der Levantehat man ihn von undenklichen Zeiten bey der
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