Wollcnwcberey. §. Z2. 89
1749 wendete man sie auch bey Lalls-Iisse an.Die Hauptlinicn wurden auf ein gcöhltesPapier getragen, welches man unter die Ket-te legte, hingegen das Muster selbst behieltder Künstler vor sich, so wie er es jederzeitbey ilauw-lille vor sich gehabt hatte. Weilnun die Zeichnung auf dem geöhltcn Papierverkehrt war, so entstand die Zeichnung desGewebö hingegen rechts, ober völlig so, wiedie Urzcichnung! war. Wenn der Künstler -seine Arbeit, so weit sie fertig war, betrach-ten wolte, so war er genöthigt, das Stückabzuwinden, welches äußerst beschwerlich fiel.Im Jahre 1758 gab Vaucanson eine Einrich-tung an, welche dieses erleichtern solle, abersie leistet nicht so viel als man anfänglichglaubte, und noch jetzt behält die blaute-lillsgroße Vorzüge in Rücksicht auf die Richtig-keit der Zeichnung und Auswahl der Farben.Die Arbeit der Lasss-lilbs geht um ein Drit-tel schneller, als die andere, da bey jener dieKettenfäden durch Schäfte Wechselsweise ge-hoben werden. Also solte auch der Preis anLalle-Me um ein Drittel geringer seyn; wel-ches doch nicht immer zutrift. Die aller?schönsten Stücke liefert auch jetzt noch dieblaute-'lilke.- Kurz vor der Revolution standdiese Arbeit in den Gobelins unter Aufsichtdes Herrn Audran. Nächst den Gobelinslieferte die Manufactur von Beauvais, de-ren Dircctor Hr. Demcnou war, die besteArbeit; doch arbeitete man daselbst nur anniederschäftigcn Stühlen. Aus Frankreichist die Kunst der Tapctenwirkcrey nach Bra>Dand, wo sie noch, vornehmlich zu Brüssel,doch nur aufniedcrschäftigen Stühlen, getrie-ben wird, gekommen; von da nach Teutsch-iand, und zwar zuerst nach Schwadach, her-F 5 nach