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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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Wollenwebet ey. §. 2i.

7s

Z. Seife reinigt noch geschwinder und besser, alsErde, aber sie ist kostbarer, und einigen Far-ben nachtbcilig. Faulender, alcalefcirendexHarn, macht, wie §..4,, mit dem Fette eineArt Seife; aber nur wenige Farben leidenden Harn. Mit Schafkoth, den man durchOchl mildert, hilft man Stellen nach, diesich schwer filzen. Gersten- Haber- und Boh-nen-Mehl verzögern durch ihre schleimichteSubstanz das Walken etwas, und lassen denFaden mehr Zeit sich aus einander zu geben.

q. In England werden seit einigen Jahrenmanche Tücher mit warm gemachtem Mcn»schenharn und Schweiuekoth gewaltet. Wennsie einige Zeit darin eingeweicht worden, wer-den sie, von zehn bis zwölf Taglöhncrn, mit' Füssen getreten, die bey dieser eckelhaftenund schweren Arbeit für jede Stunde ü Ltüver,oder iZz Kreuzer, nebst einer Flasche Bier,erhalten. Zu Lecds, Halifax und an an-dern Orten, wird der Harn sorgfältig ver-wahrt, und unter dem Namen 016 laut vonden Hausbedienten wöchentlich an die Sam«ler maaßwcise verkauft, die nicht allemal soviel erhalten können, als die Manufakturenverlangen. Diese Walke halt man in Eng-land noch geheim.

5. An einigen Orten, z. B. in Frankreich, brei-tet man die ungefärbten Tücher vor dem Wal-ken, der Länge nach, in fliessendem Wasser anPfählen, einige Tage aus, legt sie hernach naßübereinander, bis die Hand einige Wärme indem Haufen empfindet. Durch diese Einwei-chung, welche in einem abgeleiteten Kanal desAufschlag-Wassers geschehn kan, wird die Rei-nigung und das Filzen befördert; aber sieverlangt viele Vorsicht.

§. 22 .