Druckschrift 
2 (1794)
Seite
258
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B. Franklins

tersprache ist. Allein sie lesen oft, wie die Papa-geycn sprechen, indem sie nur wenig oder nichtsvon dem Sinn verstehn- Unmöglich aber kann einLeser seiner Stimme die gehörige Modulation geben,und den richtigen Ton treffen, wenn nicht das Au-ge und der Verstand der Zunge zuvoreilt, und denSinn vollkommen gefaßt hat. Aus der Gewohn-heit, die Kinder Sachen, die sie vorher nicht ver-stehn lernten, laut lesen zu laßen, entsteht bei) Vor-lesern der so gewöhnliche Leyerton, der, wenn ercinmahl zur Gewohnheit worden ist, sich so schwerablcgen läßt: und daher kömmt es auch, daß es un-ter fünfzig Vorlesern kaum Einen guten gibt. AusMangel an guten mündlichen Vortrag muß man-che kleine Schrift, die in der Abschrift herausgege-Len ward, auf die Gemüther der Menschen zu ih-rem eignen oder dem allgemeinen Besten zu wirken,die Hälfte ihrer Kraft verlieren. Gäb es in jederNachbarschaft nur Einen guten Leser, so könnte einöffentlicher Redner mit denselben Vortheilen bei) ei-ner ganzen Nation gehört werden, und.denselbenEindruck auf seine Versammlung machen, als ob ecselbst allen gegenwärtig wäre.

Die