II. Hat der Meister den Sctz-Bodcn aufgerissen,so bestimmt er nun die Spitzung des Faßcs durch sei-ne lange Ape.
Er nimmt nemlich für jeden Schuh der kürze-sten Daube einen Theil für die Spitzung ab, um dielange Axe des Faßcö über seinen Köpfen zu bekommen.
Gewöhnlich rechnet man dabey gerne ^ Zoll aufjeden Fuß der kürzesten Daube, wenn man nicht dieGewölbe ausserordentlich stark wölben will.
Wenn also die kürzeste Daube 6 Fuß hat, sowäre nach eben besagter Abkürzung die Spitzung desFaßcS durch seine lange Ape gleich
2.6.^—6 Zoll.
Ist demnach die Linie x>i in ?iZ. 11. von 5 Fußenund die Höhe der kürzesten Daube 6 Fuß, sowürde die Linie
n?' 6 — ^ — 5 ^ Fuß ; undxA — ngs ^ Fußdie halbe Spitzung des ovalen Faßcs.
Dieser Spitzung kommt aber auch die Spitzungeines runden Faßes gleich, das mit dem ovalen ei-nerlei) kürzeste Daube hat, und dessen halbe Kopf--und Bauch-Weile gleich v) und Ax ist.
Nun weis der Küfer aus ErfahrungS-Machncn,in welchen Model ein solches rundes Faß gefügt wer-den müsse: er fügt deswegen auch die Dauben, wel-che die Gewölbe des ovalen Faßcö ausmachen, in die-sen Model, so daß also das ovale Faß mit jenemrunden einerlei) Spitzung hat.
Eben