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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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die bei der Geburt Rosalindens, Bealrices, Titanias,Violas, und wie sie sonst heissen, die lieblichen Rin-der der Shakspearschen Comödie, zugegen war undihnen die Stirne küsste. Sie hat wohl alle ihre Launenund Grillen und Schrullen, in die jungen Köpfchen hin-eingeküsst, und das wirkte auch auf die Herzen. Wi ebeiden Männern, so auch bei den Weihern in der Shakspeaivsehen Comödie, ist die Leidenschaft ganz ohne jenenfurchtbaren Ernst, ganz ohne jene fatalistischeNothWen-digkeit, womit sie sich in den Tragödien offenbart.Amor trägt dort zwar ebenfalls eine Binde und einenKöcher mit Pfeilen. Aber diese Pfeile sind dort wenigertödtlich zugespitzt als huntbefiedert, und der kleineGott schielt manchmal schalkhaft über die Binde hinweg*Auch die Flammen brennen dort weniger als sie leuch-ten, aber Flammen sind es immer, und wie in denTragödien des Shakspear, so auch in seinen Comödienträgt die Liehe ganz den Charakter der Wahrheit. Ja,Wahrheit ist immer das Kennzeichen ShakspearscherLiebe, gleichviel in welcher Gestalt sie erscheint, siemag sich Miranda nennen oder Julia oder gar Cleo-patra.

Indem ich diese Namen eher zufällig als absichtlichzusammen erwähne, bietet sich mir die Bemerkung,dass sie auch die drei bedeutungsvollsten Typen derLiebe bezeichnen. Miranda ist die Repräsentantin einerLiehe, welche, ohne historische Einflüsse, als Blumeeines unbefleckten Bodens, den nur Geisterfüsse betre-ten durften, ihre höchste Idealität entfalten konnte.Ariels Melodien haben ihr Herz gebildet, und die Sinn-