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det. Ju den Tragödien des Shakspear findet man schwer-lich irgend eine Conzepzion, eine Situazion, einenAkt der Leidenschaft, einen Grad des Lasters oder derTugend, welchen man nicht ebenfalls in einer seinerComödien wiederfände; aber was sich dort in die ab-gründlichste Tiefe erstreckt, was sich fruchtbar an er-schütternden Folgerungen erweist, was sich streng ineine Reihe von Ursachen und Wirkungen einfügt: das isthier kaum angedeutet, nur für einen Augenblick hinge-worfen , um einen flüchtigen Effekt zu erzielen und sicheben so schnell in einer neuenYerknüpfungzu verlieren.»
In der That, der Elephant hat Recht: Das Wesen derShakspear sehen Comödie besteht in der bunten Schmet-terlingslaune, womit sie von Rlume zu Rlume dahin-gaukelt, selten den Roden der Wirklichkeit berührend.Nur im Gegensatz zu der realistischen Comödie derAlten und der Franzosen lässt sich von der Shakspear-schen Comödie etwas Restimmtes aussagen.
Ich habe vorige Nacht lange darüber nachgegrübelt,ob ich nicht dennoch von dieser unendlichen undunbegrenzten Gattung, von der Comödie des Shak-spear, eine positive Erklärung geben k' nnte. Nachlangem Hin- und Hersinnen schlief ich endlich ein,und mir träumte : es sei sternhelle Nacht und ichschwämme in einem kleinen Kahn, auf einem wei-ten, weiten See, wo allerlei Rarken, angefüllt mitMasken, Musikanten und Fackeln-* tönend und glänzend,manchmal nah, manchmal ferne, an mir vorbeifuhren.Das waren Kostüme aus allen Zeiten und Landen :altgriechische Tuniken, mittelalterliche Rittermäntel,