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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
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druck. Gelingt es ihnen etwa mit höchster Anstrengungdes Ohres irgend ein Wechselgespräch der Liebenden,die im Schatten der Bäume lagern, zu belauschen,so gerathen sie in noch grössere Verlegenheit... Sie hö-ren bekannte Worte, aber diese haben einen ganz an-deren Sinn; und sie behaupten dann diese Leute verstün-den nichts von der flammenden Leidenschaft, von dergrossen Passion, das sei witziges Eis was sie einanderzur Erfrischung böten, nicht lodernder Liebestrunk...Und sie merkten nicht, dass diese Leute nur verkleideteVögel sind, und in einer Coteriesprache konver-siren, die man nur im Traume oder in der frühestenKindheit erlernen kann... Aber am schlimmsten gehtes den Franzosen, da draussen an den Gitterpforten derShakspearschen Comödie, wenn manchmal ein hei-lerer Westwind über ein Blumenbeet jenes Zaubergar-tens dahin streicht, und ihnen die unerhörtesten Wohl-gerüche in die Nase weht... « Was ist das?»

Die Gerechtigkeit verlangt, dass ich hier eines franzö-sischen Schriftstellers erwähne, welcher mit einigemGeschick die Shakspearschen Comödien nachahmte, undschon durch die Wahl seiner Muster eine seltene Empfäng-lichkeit für wahre Dichtkunst beurkundete. Dieser istHerr Alfred de Müsset. Er hat vor etwa fünf Jahren einigekleine Dramen geschrieben, die, was den Bau und dieWeise betrifft, ganz den Comödien des Shakspear nach-gebildet 'sind. Besonders hat er sich die Caprize (nichtden Humor), der in denselben herrscht, mit französischerLeichtigkeit zu eigen gemacht. Auch an einiger, zwarsehr diinndrähtiger, aber doch probehaltiger Poesie