einherwandeln; wieder Liebende und seine Geliebte imkühlen Schatten lagern und zärtliche Reden tauschen;wie dann und wann ein Fabelthier, etw T a ein Hirsch mitsilbernem Geweih, vorüberjagt, oder gar ein keuschesEinhorn aus dem Busche springt und der schönen Jung-frau sein Haupt in den Schooss legt... Und sie sehen, wieaus den Bächen die Wasserfrauen, mit grünem Haar undglänzenden Schleiern, hervortauchen, und wie plötzlichder Mond aufgeht... Und sie hören dann wie die Nach-tigall schlägt... Und sie schütteln ihre klugen Köpfleinüber all das unbegreiflich närrische Zeug! Ja, dieSonne können die Franzosen allenfalls begreifen, abernicht den Mond, und am allerwenigsten das seligeSchluchsen und melancholisch entzückte Trillern derNachtigallen...
Ja, weder ihre empirische Bekanntschaft mit denmenschlichen Passionen, noch ihre positive Weltkennt-niss, ist den Franzosen von einigem Nutzen, wenn siedie Erscheinungen und Töne enträthseln wollen, dieihnen aus dem Zaubergarten der Schakspear’schenGomödie entgegen glänzen und klingen... Sie glaubenmanchmal ein Menschengesicht zu sehen, und bei nähe-rem Hinblick ist es eine Landschaft, und was sie fürAugebraunen hielten war ein Haselbusch, und die Nasewar ein Felsen und der Mund eine kleine Quelle, wie wirdergleichen auf den bekannten Yexirbildern schauen...Und umgekehrt, was die armen Franzosen für einenbizarrgewachsenen Baum oder wunderlichen Stein ansa-hen, das präsentirt sich bei genauerer Betrachtung alsein wirkliches Menschengesicht von ungeheuerem Aus-