JESS1KA.
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So lieb mir als mein Leben selbst, doch giltSie hoher als dein Leben nicht bei mir.
Ich gäbe alles hier, ja opfert’ alles,
Das Leben selbst, mein Weib und alle Welt,Dem Teufel da, um dich nur zu befrein.
Wenn Graziano ebenfalls hinzuselzt :
Ich hab’ ein Weib, die ich, auf Ehre, liebe;
Doch wünscht’ ich sie im Himmel, könnt’ sie MächteDort flehn, den hünd’schen Juden zu erweichen.
Dann regt sich in Shylok die Angst ob dem Schicksalseiner Tochter, die unter Menschen, welche ihre Wei-her aufopfern könnten für ihre Freunde, sich verheu-rathet hat, und nicht laut, sondern « bei Seite » sagt erzu sich selber :
So sind die Christenmänner : ich hab’ ’ne Tochter,
Wär’ irgend wer vom Stamm des BarnabasIhr Mann geworden, lieber als ein Christ! —
Diese Stelle, dieses leise Wort, begründet das Ver-dammungsurtheil, welches wir über die schöne Jessikaaussprechen müssen. Es war kein liebloser Vater, densie verliess, den sie beraubte, den sie verrieth...Schändlicher Verrath! Sie macht sogar gemeinschaft-liche Sache mit den Feinden Shylok’s, und wenn diese