KOENIGIN MARGARETHA.
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eigne Kosten ins Feld zögen. Die fromme Einfalt derKreuzfahrten ist nicht mehr an der Zeit. Diese Rittersind im Grunde doch nichts anders als käuflicheSöldner, als bezahlte Handelsagenten, als bewaffneteCommis-Voyageurs der Londoner und Ganter Kaufleute.Eduard selbst muss sich sehr verbürgern, muss allenStolz ablegen, muss den Beifall der Tuchhändler- undWebergilde erschmeichlen, muss seinem Gevatter, demBierbrauer Artevelde, die Hand reichen, muss auf denSchreibtisch eines Viehhändlers steigen, um das Volkanzureden.
« Die englischen Tragödien des vierzehnten Jahrhun-derts haben sehr komische Parthien. In den nobelstenRittern steckte immer etwas Falstaff. In Frankreich, inItalien, in Spanien, in den schönen Ländern des Sü-dens, zeigen sich die Engländer eben so gefrässig wietapfer. Das ist Herkules der Ochsenverschlinger. Siekommen, im wahren Sinne des Wortes, um das Landaufzufressen. Aber das Land übt Wiedervergeltung,und besiegt sie durch seine Früchte und Weine.Ihre Fürsten und Armeen übernehmen sich in Speisund Trank, und sterben an Indigestionen und Dys-sentrie. »
Mit diesen gedungenen Frasshelden vergleiche mandie Franzosen, das mässigste Volk, das wenigerdurch seine Weine berauscht wird, als vielmehr durchseinen angebornen Enthusiasmus. Letzterer war immerdie Ursache ihrer Missgeschicke, und so sehen wir schonin der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, wie sie imKampfe mit den Engländern eben durch ihr Uebermass