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K OE MG IN MARGARETHA.
So würd’ ich deinen Jammerstand beklagen.
So gräm’ dich doch, mich zu belust’gen, York !
Wie? dörrte so das feur’ge Herz dein Inn’res,
Dass keine Thräne fällt um Rutlands Tod?
Warum geduldig, Mann? Du solltest rasen;
Ich höhne dich, um rasend dich zu machen.
Stampf, tob’ und knirsch’, damit ich sing’ und tanze!
Hätte der Künstler, welcher die schöne Margaretha fürdiese Gallerie zeichnete, ihr Bildniss mit noch weitergeöffneten Lippen dargestellt, so würden wir bemerken,dass sie spitzige Zähne hat, wie ein Raubthier.
In einem folgenden Drama, in Richard III, erscheintsie auch physisch scheusslich, denn die Zeit hat ihr als-dann die spitzigen Zähne ausgebrochen, sie kann nichtmehr heissen, sondern nur noch fluchen, und als eingespenstisch altes Weib wandelt sie durch die Königsge-mächer, und das zahnlose böse Maul murmelt Unheilre-den und Verwünschungen.
Durch ihre Liebe für Suffolk, den wilden Suffolk,weiss uns Shakspear sogar für dieses Unweib einigeRührung abzugewinnen. Wie verbrecherisch auch dieseLiebe ist, so dürfen wir derselben dennoch weder Wahr-heit noch Innigkeit absprechen. Wie entzückend schönist das Abschiedsgespräch der beiden Liebenden! Wel-che Zärtlichkeit in den Worten Margarethens :
Ach! rede nicht mit mir ! gleich eile fort! —
0, geh noch nicht! So herzen sich und küssenVerdammte Freund’, und scheiden tausendmal,