CONSTANZE.
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selben Themas sind, dass manchmal ganz dieselbenExpositionen, Verwicklungen und Catastrophen Vor-kommen. Es sind immer dieselben Menschen und die-selben Leidenschaften, welche nur Costume und Rede-figuren wechseln. Da sind immer dieselben Beweggründedes Handelns, Liebe oder Hass, oder Ehrgeitz, oderEifersucht, der Held mag nun eine römische Toga odereinen altdeutschen Harnisch, einen Turban odereinenFilz tragen, sich antik oder romantisch gebährden, ein-fach oder geblümt, in schlechten Jamben oder in nochschlechtem Trochäen sprechen. Die ganze Geschichteder Menschheit, die man gern in verschiedene Stücke,Akte und Auftritte eintheilen möchte, ist doch immereine und dieselbe Geschichte; es ist eine nur maskirteWiederkehr derselben Naturen und Ereignisse, ein or-ganischer Kreislauf, der immer von vorne wieder an-fängt; und wenn man das einmal gemerkt hat, so ärgertman sich nicht mehr über das Böse, man freut sichauch nicht mehr allzustark über das Gute, man lächeltüber die Narrheit jener Heroen, die sich aufopfern fürdie Veredlung und Beglückung des Menschengeschlechts;man amüsirt sich mit weiser Gelassenheit.
Ein kicherendes Stimmchen, welches einem kleinenSpitzmäuschen zu gehören schien, bemerkte dagegen mitgrosser Hast : Auch ich habe Beobachtungen angestellt,und nicht bloss von einem einzigen Standpunkte aus,ich habe mir keine springende Mühe verdriessen lassen,ich verliess das Parterre und betrachtete mir die Dingehinter den Culissen, und da habe ich gar befremdlicheEntdeckungen gemacht. Dieser Held, den Ihr eben he-