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CONSTANZE.
wundert, der ist gar kein Held; denn ich sah, wie einjunger Burseh ihn einen besoffenen Schlingel nannte,und ihm diverse Fusstrilte gab, die er ruhig einsteckte.Jene tugendhafte Prinzessin, die sich für ihre Tugendaufzuopfern schien, ist weder eine Prinzessin noch tu-gendhaft; ich habe gesehen, wie sie aus einem Porzel-lantöpfchen rothe Farbe genommen, ihre Wangen damitangestrichen, und dieses galt nachher für Schamröthe;am Ende sogar warf sie sich gähnend in die Arme einesGardeleutnants, der ihr auf Ehre versicherte, dass sieauf seiner Stube einen juten Häringsalat nebst einemGlase Punsch finden würde. Was Ihr für Donner und Blitzgehalten habt, das ist nur das Bollen einiger Blech-walzen und das Verbrennen einiger Lotli gestossenenColophoniums. Aber gar jener dicke ehrliche Bürger,der lauter Uneigennützigkeit und Grossmuth zu seynschien, der zankte sich sehr geldgierig mit einem dünnenMenschen, den er Herr Generalintendant titulirte, undvon dem er einige Thaler Zulage verlangte. Ja, ich habealles mit eigenen Augen gesehen, und mit eigenen Oh-ren gehört; all das Grosse und Edle, das uns hier vor-agirt wurde, ist Lug und Trug; Eigennutz und Selbst-sucht sind die geheimen Triebfedern aller Handlungen ,und ein vernünftiges Wesen lässt sich nicht täuschendurch den Schein.
Hiergegen aber erhob sich eine seufzende, weinerli-che Stimme, die mir schier bekannt dünkte, obgleichich dennoch nicht wusste, ob sie einer männlichen oderweiblichen Maus gehörte. Sie begann mit einer Klageüber die Frivolität des Zeitalters, jammerte über lln-