Druckschrift 
Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

59

"I ,f bt zu ?ut imluli^hslen ^ orzüge wer-'-Jirhsien Gebreeka^' r! Sbtspear scImiira Jen tunten latter-* J'T schönen Konp/] «Jen MentlictaI. unJ vielieiditeta Ita ml Lassen zujrritirkr als Jiwn ihrer HmimVJfflM zu 11

| 3: .| jie der Teufe'fräi« ui'ltr'W 11 «?'will ich <**

^eföllt mir jc |zl

. fulilJ ^

CLEOPATRA.

MARD1AIS.

Ja, holde Königin !

CELOPATRA.

In Wahrheit?

MARDIAA.

Nicht in Wahrheit;

Denn nichts vermag ich , als was in der Wahrheit

Mit Anstand kann geschehn, und doch empfind

Ich heftge Triebe, denk auch oft an das,

Was Mars mit Venus that.

CLEOPATRA.

0 Charmian!

Wo glaubst du, ist er jetzt ? Steht oder sitzt er ?

Geht er umher? besteigt er jetzt sein Ross !

Beglücktes Ross, das seine Last erträgt!

Sei tapfer, Ross! denn, weist du wen du trägst ?

Der Erde halben Atlas! Ihn , den Arm ,

Den Helm der Menschen ! Sprechen wird er oder

Wird murmeln jetzt: Wo ist nun meine Schlange

Des alten Nils? Denn also nennt er mich.

Soll ich, ohne Furcht vor diffamatorischem Misslä-cheln, meinen ganzen Gedanken aussprechen, so mussich ehrlich bekennen : dieses ordnungslose Fühlen undDenken der Cleopatra, welches eine Folge des ordnungs-losen, müssigen und beunruhigten Lebenswandels, erin-nert mich an eine gewisse Classe verschwenderischerFrauen, deren kostspieliger Haushalt von einer ausser-ehlichen Freigebigkeit bestritten wird, und die ihreTitulargatten sehr oft mit Liebe und Treue, nichtselten auch mit blosser Liebe, aber immer mit tollen