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CLEOPATRA.
MARD1AIS.
Ja, holde Königin !
CELOPATRA.
In Wahrheit?
MARDIAA.
Nicht in Wahrheit;
Denn nichts vermag ich , als was in der Wahrheit
Mit Anstand kann geschehn, und doch empfind’
Ich heft’ge Triebe, denk’ auch oft an das,
Was Mars mit Venus that.
CLEOPATRA.
0 Charmian!
Wo glaubst du, ist er jetzt ? Steht oder sitzt er ?
Geht er umher? besteigt er jetzt sein Ross !
Beglücktes Ross, das seine Last erträgt!
Sei tapfer, Ross! denn, weist du wen du trägst ?
Der Erde halben Atlas! Ihn , den Arm ,
Den Helm der Menschen ! Sprechen wird er oder
Wird murmeln jetzt: Wo ist nun meine Schlange
Des alten Nils? — Denn also nennt er mich.
Soll ich, ohne Furcht vor diffamatorischem Misslä-cheln, meinen ganzen Gedanken aussprechen, so mussich ehrlich bekennen : dieses ordnungslose Fühlen undDenken der Cleopatra, welches eine Folge des ordnungs-losen, müssigen und beunruhigten Lebenswandels, erin-nert mich an eine gewisse Classe verschwenderischerFrauen, deren kostspieliger Haushalt von einer ausser-ehlichen Freigebigkeit bestritten wird, und die ihreTitulargatten sehr oft mit Liebe und Treue, nichtselten auch mit blosser Liebe, aber immer mit tollen