Druckschrift 
Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
Seite
50
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Der Strom brüllt auf uns ein , wir schlugen ihnMit wackern Sehnen, warfen ihn hei Seit,

Und hemmten ihn mit einer Brust des Trotzes;

Doch eh wir das erwählte Ziel erreicht,

Rief Cäsar : Hilf mir, Cassius! ich sinke.

Ich, wie Aeneas, unser grosser Ahn,

Aus Trojas Flammen einst auf seinen SchulternDen alten Vater trug, so aus den WellenZog ich den müden Cäsar. Und der MannIst nun zum Gott erhöht, und Cassius istEin arm Geschöpf, und muss den Rücken beugen ,Nickt Cäsar nur nachlässig gegen ihn.

Als er in Spanien war, hatt er ein Fieber,

Und wenn der Schaur ihn ankam, merkt ich wohlSein Rehen : ja, er hehte, dieser Gott!

Das feige Blut der Lippen nahm die Flucht.

Sein Auge, dessen Blick die Welt bedräut,

Verlor den Glanz, und ächzen hört ich ihn.

Ja, dieser Mund, der horchen hiess die Römer,

Und in ihr Buch einzeichnen seine Reden,

Ach , rief: Titinius! gieb mir zu trinken fWien krankes Mädchen. Götter! ich erstaune,

Wie nur ein Mann so schwächlicher NaturDer stolzen Welt den Vorsprung abgewann,

Und nahm die Palm allein.

Cäsar selber kennt seinen Mann sehr gut, und ineinem Gespräche mit Antonius entfallen ihm die tief-sinnigen Worte %

Lasst wohlbeleibte Männer um mich seyn,

Mit glatten Köpfen , und die Nachts gut schlafen: