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Shakspeares Maedchen und Frauen
Entstehung
Seite
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erquiklich nachwirklen, und die goldene Elisabeth-periode der englischen Literatur nicht bloss vernich-teten, sondern auch in gänzliche Vergessenheit brachten.Als man zu Anfang des vorigen Jahrhunderts die Werkevon Shakspear wieder ans grosse Tageslicht zog, fehl-ten alle jene Tradizionen, welche zur Auslegung desTextes fördersam gewesen wären, und die Commenta-toren mussten zu einer Kritik ihre Zuflucht nehmen,die in einem flachen Empirismus, und noch kläglicherenMaterialismus, ihre letzten Gründe schöpfte. Nur mitAusnahme von William Ilazlitt hat England keinen ein-zigen bedeuten Commentator Shakspears hervorge-bracht ; überall Kleinigkeitskrämerei, selbstbespiegelndeSeichtigkeit, enthusiastisch thuender Dünkel, gelehrteAufgeblasenheit, die vor Wonne fast zu platzen droht,wenn sie dem armen Dichter irgend einen antiquari-schen, geographischen oder chronologischen Schnitzernachweisen und dabei bedauern kann, dass er leiderdie Alten nicht in der Ursprache studirt, und auchsonst wenige Schulkenntnisse besessen habe. Er lässt jadie Römer Hüte tragen, lässt Schiffe landen in Böhmen,und zur Zeit Troyas lässt er den Aristoteles citiren !Das war mehr als ein englischer Gelehrter, der inOxfort zum Magister Artium graduirt worden, vertra-gen konnte! Der einzige Commentator Schakspears,den ich als Ausnahme bezeichnet , und der auch in jederHinsicht einzig zu nennen ist, war der selige Hazlitt,ein Geist eben so glänzend wie tief, eine Mischung vonDiderot und Börne, flammende Begeisterung für dieRevolution neben dem glühendsten Kunstsinn, immersprudelnd von Verve und Esprit .