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Shakspeares Maedchen und Frauen
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mentlich aber in dem enchainement des scenes , denarmen Shakspear übertreffen.

Ja, das ist es, der grosse Britte ist nicht bloss Dich- ^

ter, sondern auch Historiker; er handhabt nicht bloss ^

Melpomenes Dolch, sondern auch Clios noch schärferenGriffel. In dieser Beziehung gleicht er den frühesten ^

Geschichtschreibern, die ebenfalls keinen Unterschied ^

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wussten zwischen Poesie und Historie, und nicht bloss

eine Nomenklatur des Geschehenen, ein staubiges Her- , 111 ^

barium der Ereignisse, lieferten, sondern die Wahrheit ^

verklärten durch Gesang, und im Gesänge nur dieStimme der Wahrheit tönen Hessen. Die sogenannte ^

Objectivität, wovon heut so viel die Bede, ist nichts als ^

eine trockene Lüge; es ist nicht möglich, die Ver-

gangenheit zu schildern, ohne ihr die Färbung unserer ifa

eigenen Gefühle zu verleihen. Ja, da der sogenannte toi der

objective Geschichtschreiber doch immer sein Wort an lind (ein

die Gegenwart richtet , so schreibt er unwillkührlich imGeiste seiner eigenen Zeit, und dieser Zeitgeist wird inseinen Schriften sichtbar seyn, wie sich in Briefen nicht

bloss der Charakter des Schreibers, sondern auch des ^

Empfängers offenbart. Jene sogenannte Objectivität,die, mit ihrer Leblosigkeit sich brüstend, auf der Schä- ^

delstätte der Thatsachen thront, ist schon desshalb als

unwahr verwerflich, weil zur geschichtlichen Wahr-

am jjjnj

heit nicht bloss die genauen Angaben des Faktums, ^

sondern auch gewisse Mittheilungen über den Ein- ^

druck, den jenes Faktum auf seine Zeitgenossen hervor- ,^!

gebracht hat, nothwendig sind. Diese Mittheilungen lc l

sind aber die schwierigste Aufgabe; denn es gehört ^1

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